Arbeitstagung 2006 in Essen

Am 15.-17.September fand in Essen die Arbeitstagung statt. Die Arbeitstagung wurde von den 5 Bundesländern, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin-Brandenburg, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz besucht. Der Vorstand gab einen umfassenden positiven Bericht ab. Die bei der Arbeitstagung im Vorjahr von den Landesjugendwarten beschlossenen Maßnahmen wurden voll umgesetzt und bis auf die Mitarbeiterseminare waren alle Maßnahmen ausgebucht. Trotz Rücktritt einiger Vorstandsmitglieder und guter Zusammenarbeit war man hochmotiviert, die Bewegung in der dgsj aufrecht zu erhalten. Die Kassenberichte wurden per Projektor ausgewiesen und vom Kassenprüfer bestätigt. Bei den anschließenden Neuwahlen, die vom Jugendsekretär Josef Scheitle als Wahlleiter geleitet wurde, konnten nach der einstimmigen Entlastung und gemäß der Jugendordnung alle Vorstandsposten besetzt werden.

In den dgsj Vorstand wurde gewählt:
1. Vorsitzende: Marina Kleefuß (wiedergewählt)
2. Vorsitzende: Sonja Naber (neu)
Schatzmeisterin: Marion Kopp (wiedergewählt)
Beisitzer: Lars Neuhaus (neu)

 Als Revisor wurde Alfred Schild gewählt und Barbara Klemm als Ersatzrevisorin.. Anschließend wurde über neue Projekte und die Jahresplanung 2007 diskutiert und beschlossen, die Unterschiede im Leistungs-, Breiten- und Freizeitsport eingehend erläutert und es wurde klar gestellt, dass der Freizeitsport offiziell keinen Platz im Gehörlosensport findet. Das grüne Band mit der Förderprämie von 5000,- Euro konnte im Gehörlosensport in diesem Jahr keinen Gewinner vermerken. Das liegt unter Anderem daran, dass die Förderprämie nur diejenigen erhalten können, die im Verein auch den Jugendleistungssport nachweisen, denn es geht nicht, wenn ein Verein einen Spitzen Nachwuchssportler nur als Mitglied auf der Kartei führt und selbst keine Aufbauarbeit macht, und das Training überwiegend in einem hörenden Verein absolviert wird. Bei der Fragebogen Auswertung, muss die dgsj bei Extremsportarten und Abenteuersport Abstand nehmen, denn für diese Maßnahmen werden keine Bundesmittel zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Differenzen und Meinungsverschiedenheiten in der Zusammenarbeit mit der DGS Homepage beschloss die Arbeitstagung eine eigene dgsj- Homepage versehen mit einem Link im DGS Homepage einzurichten.

 Für das kommende Jahr wurde folgender Terminkalender aufgestellt und bestätigt.23. bis 25. März 2007dgsj Mitarbeiterseminar Thema Buchführung in Sportschule Hennef bei Köln31.03. bis 07.04.2007dgsj Jugendreise 12- 15 jährige, Ort wird noch gesucht21. bis 29.07. 2007dgsj Jugend Fan Treff in München Tennis Weltmeisterschaft28.07. bis 04.08. 2007dgsj Kinderreise für 8-11 jährige an der Ostsee28.09. bis 07.10.2007dgsj Jugend- Fan Treff in Mühlheim an der Ruhr Badminton Weltmeisterschaft23. bis 25.11.2007 oder 14.-bis16.09. 2007dgsj Arbeitstagung in Kassel02. bis 09.02, 2008dgsj Winterjugendlager in OberjochEin sehr wichtiger Bestandteil bei der Arbeitstagung war der neue Programmbeschluss, die Bundesjugendspiele ( Schulsport ) für den Gehörlosensport. Tatsache ist, dass die dgsj und der DGS seit über 20 Jahren keine Möglichkeiten hatten, eigene Bundesjugendspiele im Gehörlosensport abzuwickeln, immer wieder scheiterte dies an der Finanzierung.

 In einer Sitzung der Arbeitsgruppe in Frankfurt am Main wurde ein Vorschlag für die Überarbeitung des gemeinsamen Programms des Kultusministerkonferenz und des Deutschen Olympischen Sportbundes „Sport mit behinderten Kindern und Jugendlichen“ unterbreitet. Nach der Befassung in den Gremien des Sports und der Kultusministerkonferenz ist die Verabschiedung eines Neuen Gesetzes Mitte nächsten Jahres vorgesehen. Die Deutsche Gehörlosen Sportjugend will zusammen mit dem Deutschen Behinderten-Sportjugend und der Deutschen Sportjugend die Planungsarbeiten reifen lassen und nach Beschluss der Arbeitstagung das Pilotprojekt Bundesjugendspiele für den Gehörlosensport in einer Erprobungsphase in drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig Holstein, eventuell mit Berlin- Brandenburg und Rheinland- Pfalz ab dem Jahre 2008 beginnen. Zur Verwirklichung dieses Pilotprojektes sind weitere Koordinierungsgespräche mit den gl Landssportjugend und deren Landessportverbänden notwendig.

 Der DGS- Leitungssport nahm im Mai auf Einladung des BMI- Sportstättenbau teil, dort ging es nach der neuen EU Verordnung um Barrierefreie Sportstätten für Behinderte. Auch wir im Gehörlosensport wären von den Landesjugendwarten für jede Ideen und Anregung sehr dankbar, was im Gehörlosensport in den Hallen- und Freizeitanlangen bei Neubauten beachtet werden muss. (z.B. Blinkzeichen an Startblöcken, Akustische Hinweise bei Pfiff des Schieds- und Kampfrichters usw.) Die Spendengelder aus dem Tschernobyl – Fonds sollen endlich geleert werden. 1800,- Euro stehen den Tschernobyl Kindern zweckgebunden zur Verfügung, heute sind das keine Kinder mehr, aber den geschädigten Erwachsenen und Jugendlichen soll geholfen werden. Jugendsekretär Scheitle wird im Oktober die Möglichkeit haben, in der Ukraine eine Übergabeveranstaltung zu organisieren und die Geschädigten vor Ort mit Adidas Sportbekleidung zu beschenken, damit endlich diese Verbindlichkeiten in den Kassenberichten nicht mehr auftauchen.

Josef Scheitle, Jugendsekretär

 

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