Ergebnisse DGHM (Leichtathletik) 2012 in Halle/S

   

Im total verschneiten Bundesland Sachsen-Anhalt eröffnete Fachwart Steffen Rosewig Punkt 10Uhr in der Hallenser Sporthalle Brandberge samt Filmteam die 34. Deutschen Gehörlosen-Hallenmeisterschaften.

15 Minuten später begann der Fünfkampf-Wettbewerb der Frauen (ab Jahrgang 1992) als Einladungswettkampf im Rahmen dieser Hallenmeisterschaften, wo Georgina Schneid (GSV München) gleich über den 60m Hürden die HEM-Norm von 10,00sec mit 9,99sec knacken konnte. Den Fünfkampf konnte jedoch Siebenkampf-Europameisterin von 2011 Nadine Brutscher (GSV München) mit 2.579 Punkten für sich entscheiden. 21 Punkte fehlten ihr zur HEM-Normerfüllung sowie in ihrer gewonnenen Einzeldisziplin, dem Hochsprung der Frauen mit 1,53m, nur um 0,01m! Mit 35 Punkten weniger belegte Diskuswurfspezialistin Felicitas Merker vom Kölner GSV den 2.Platz. Im September 2011 bei den Mehrkampfmeisterschaften hatte sie bereits bewiesen, dass sie auch mit mehreren Disziplinen zusammen erfolgreich sein konnte. Gina Schneid belegte Rang 3 mit 2.378 Zählern.

Tagesbester der Männer ist wieder einmal der Hallenser Altmeister Matthias Fischer, der durch seinen Heimvorteil sowohl die 60m in 7,30sec (mit 0,10sec an der HEM-Norm vorbei) als auch die 200m in 23,30sec vor Florian Schlosser (GSV Karlsruhe) und dem Kölner Daniel Jankowsky gewann.

In Abwesenheit von Topfavorit Daniel Helmis gewann Lucas Pudschun vom SC Neubrandenburg den 800m-Lauf der Männer in 2:01,51min und verpasste ebenfalls ganz knapp die HEM-Norm von 1:58,00min. Thomas Göpfert vom GSV Karlsruhe lief beim  3000m-Lauf ein einsames Rennen an der Spitze in 9:07, 31min.

Hochsprungtalent Axel Bräuninger machte seine Paradedisziplin wieder einmal spannend und übersprang die Latte mit 1,91m und stellte 2x einen neuen Deutschen Junioren Hallenrekord auf. Da seine Altersklasse mJA (Jahrgang 1993-94) nicht vertreten war, startete er in der Männerklasse und belegte souverän den 1. Platz.

Mit winzigen 0,02m scheiterte auch er an der geforderten Qualifikation (1,93m) für die Hallen-Europameisterschaften. Während Daniel Jankowsky den Weitsprung der Männer mit 5,43m für sich entschied, gewann der Münchener Mehrkämpfer Christoph Bischlager das Kugelstoßen der Männer mit 13,40m, d.h. um 60cm weniger zur Norm.

Wie bei Matthias Fischer erreichte sein Hallenser Trainingskollege Michael Rumancev aus der männlichen A-Jugend-Klasse in beiden Sprintdisziplinen (60m in 7,53sec und 200m in 23,85sec) ebenfalls den 1.Platz und ist dem Altmeister bei hörenden Wettkämpfen schon dicht auf den Fersen. Nicht zu vergessen sollte aber auch der Kölner Nachwuchsathlet Kevin Rohwedder, der im männlichen B-Jugend-Bereich (1995-96) die 60m mit ebenfalls guten 7,57sec gewann sowie die 200m in 25,42sec. B-Kaderathlet Niklas Mang vom GSV Trier sprang in seiner männlichen A-Jugend-Klasse sogar weiter als die Männerklasse im Weitsprung, den er mit 5,75m für sich entschied sowie Philipp Gloos vom GSV München im Bereich der männlichen B-Jugend mit 5,50m. Bester A-Schüler des Tages ist ein weiterer Hallenser namens Pierre-Rene Nadler, der mit seinen Erstplatzierungen im Hochsprung (1,39m), im Weitsprung mit 4,31m und mit seiner 4x100m Staffel noch eine Silbermedaille im 60m-Lauf mit 8,87sec holen konnte.

Zu erwähnen sind besonders die Schüler/innen-Klassen (siehe Ergebnisliste), da dort die meisten Meldungen von über 5-12 Kindern eingegangen sind und sie die Deutschen Gehörlosen-Meisterschaften mit diesem großen Teilnehmerfeld bereicherten sowie ereignisreiche Staffel-Wettbewerbe lieferten.

Am Ende des Wettkampftages wurden neben den besten B- und C-Schüler/innen (Tim Burchhardt, Balthasar Ricke, Sheila Schlechter und Nele Hellwig) auch die anderen älteren Tagessieger/innen in allen Klassen mit einem Siegerpreis für ihre guten Leistungen geehrt.

Während Marta Dausch vom Schweriner SC als Tagesbeste der Frauenklasse den spannenden 60m-Sprint in 8,31sec (0,19sec fehlen zur HEM-Norm) und den Weitsprung mit 5,06m für sich entschied, konnte die mehrfache HEM-Normerfüllerin Jessica Urbanski vom GSG Hagen die 1.Plätze der weiblichen A-Jugend-Klasse im 60m-Sprint mit 7,86sec, 200m mit 26,18sec, d.h. sowohl Deutscher Hallenrekord als auch Deutscher Hallenjugendrekord der Gehörlosen und im Weitsprung mit 5,15m absahnen. Im Kugelstoßen der Schülerinnen A zeigte Nachwuchsathletin Clara Sophie Friedrich wieder einmal ihr Können und stoß die 3kg schwere Kugel auf beachtliche 10,20m. Daneben ergatterte sie auch zwei weitere Goldmedaillen im 60m-Lauf mit 8,67sec und im Weitsprung mit 4,33m.

Dem Ausrichterverein GSBV Halle möchten wir wieder einmal für die reibungslose Organisation und Durchführung dieser Hallenmeisterschaften danken!

Bericht: Annette Schulze

Anlage:
Ergebnisse in Halle

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