Sportsachen für Kinder von Tschernobyl-Opfer

Im Rahmen des Volleyball-Länderkampfes in Lvov/UKR ergriff Josef Scheitle, Jugendsekretär der Deutsche Gehörlosen-Sportjugend und Vizepräsident für Leistungssport des DGS, die Gelegenheit, eine gute Tat zu vollenden. Vor 20 Jahren, nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl, hatte die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend zu einer Spendenaktion aufgerufen. Aus den gesammelten Geldern konnten 1987 und 1988 jeweils Erholungsfreizeiten für gehörlose Kinder aus dem betroffenen Gebiet in Deutschland finanziert werden. Aus dieser Aktion waren aber seinerzeit noch rund 1.800 Euro übrig geblieben. Lange hatte man in der Sportjugend überlegt, wie das Restgeld sinnvoll den Betroffenen zugute kommen könnte. Es wurde Kontakt zu einer Gehörlosenschule in der Nähe von Kiew hergestellt, in der es strahlengeschädigte Mehrfachbehinderte gibt, deren Eltern schon Opfer der Katastrophe waren und die selber betroffen sind. Viele von ihnen treiben trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigungen Sport. Deshalb entschied sich die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend dies als verbindendes Element zu nehmen und kaufte von den 1.800 Euro für 10 Jugendliche Sportbekleidung in Deutschland ein. Durch den Volleyball-Länderkampf in Lvov ergab sich nun die Möglichkeit, vor Ort in der Ukraine mit den ausgewählten Sportlerinnen und Sportlern zusammen zu treffen und ihnen die Sachen zu übergeben. Jugendsekretär Josef Scheitle ließ es sich nicht nehmen, jedem einzelnen der jungen Sportler persönlich eine Sporttasche mit Markenkleidung zu überreichen. Damit hat die Spendenaktion von vor 20 Jahren ein zweites Mal den Opfern von Tschernobyl ein bisschen helfen können. Allen Spendern möchten wir deshalb an dieser Stelle noch einmal herzlich danken!

 

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