Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen standen im Mittelpunkt des ersten digitalen Verbandtags des Deutscher Gehörlosen Sportverbandes.

Der Verbandstag sollte ursprünglich im November in Frankenthal in der Pfalz stattfinden. Doch steigende Coronazahlen zwangen zu einer Absage. 60 Delegierte waren dabei. Die Delegierten bestanden aus den Landes Gehörlosen Sportverbänden, dem DGS Präsidium, den Sparten und dem DGSJ. Am 12. und 13. März 2021 fand der erste virtuelle DGS Verbandstag statt. Der Verbandstag wurde vom DGS Generalsekretär Tobias Burz geleitet. Anton Schneid fungierte als Co-Host in Zoom. Als Delegierte der Deutschen Gehörlosen Sportjugend waren Philipp Seidel und Georgina Schneid anwesend.

Zusammenfassung:

  • Rechenschaftsbericht vom DGS Vorstand wurde vorgetragen
  • DGSV-Haushaltsplan 2021 wurde genehmigt
  • Andreas Mühlbauer-Füll ist der neue Nachfolger von Maik Winter.
    Er ist jetzt der neue Vizepräsident für Finanzen im Deutscher Gehörlosen Sportverbandes.
  • Der Verbandstag sprach dem Vorstand das Vertrauen aus und entlastete die gesamten DGS Vorstand
  • Die Öffentlichkeitsarbeit des DGSV wurde bemängelt/kritisiert. Beklagt wurde die fehlende Transparenz und der Mangel an Informationen und Berichten aus dem Leistungssport.
  • Es wurde auch über die Unterschlagung des DGSJ berichtet. Weil die DGSJ aktuell über kaum flüssige Mittel verfüge, habe es vom DGSV ein Darlehen in Höhe 45.000€ gegeben. DGSJ bedankt sich für die finanzielle Unterstützung.
  • Auch die schwierige Zusammenarbeit der DGSJ mit den DGSV sprach der 1. Vorsitzende Thomas Ritter an.
  • Vizepräsident Norbert Hensen für Leistungssport stellte das Grobkonzept einer Weiterentwicklung des Sportverbandes vor. Dieser Verband soll modernisiert werden. Bis 2023 soll dies umgesetzt werden. Der Mitgliederschwund soll gestoppt werden. Es wird angestrebt, neue Mitglieder zu gewinnen. Auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der DGSJ ist angedacht, die vor allem der Nachwuchsgewinnung dienen soll. Die Delegierten waren sehr begeistert.
  • Für das DGS Verbandsgericht wurden 2 neue Stellvertreter gewählt: Alexandra Götz (Bayern) und Steffen Rosewig (NRW)
  • Die Delegierten stimmten mit Mehrheit für den DGSJ-Antrag, im DGB als Mitglied zu verbleiben. Es wurde auch mehrheitlich abgestimmt, dass die über Mitgliedschaft des DGSV künftig wieder nur der Verbandstag entscheiden wird.
  • DGS Präsident Josef Willmerdinger bedankte sich bei allen anwesenden Mitgliedern für ihre Teilnahme und beendete den Verbandstag.

Allerdings fanden wir es alle schade, dass wir aufgrund der Corona-Situation bisher immer noch keine Gelegenheit gefunden haben, uns persönlich kennenlernen und austauschen zu können. Dies ist auch der Grund, weshalb wir einen schwierigen Start hatten.Der nächste Verbandstag im November 2021 findet in Frankfurt am Main statt. Es wurde auch beschlossen, dass dieser im Jahr 2022 in Kassel durchgeführt wird.

Zusätzliche Anmerkung:
Auch wurde in der Sitzung vereinbart, dass das virtuelle Treffen zwischen dem DGSV und DGSJ alle 3 Monate stattfinden sollte, um die Kommunikation und die Zusammenarbeit zu stärken. Zum Thema Geschäftsstelle sind wir zur Einigung gekommen, dass wir, DGSJ, in Köln bleiben und nicht nach Frankenthal umziehen werden. Somit ist es erstmal auf dem Eis gelegt und wir kümmern uns um andere verschiedene Aufgaben. Für die Zukunft wolle man stärker mit den Landes Gehörlosensportverbänden und Sparten zusammenarbeiten. 1.Vorsitzender Thomas Ritter stellte beim Jugendtag 2020 die Zukunftsvision in Erfurt vor und möchte diese dieses Jahr umsetzen.

 

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