DGSJ übergibt Positionierung an Jürgen Dusel

Jugendreferent Henrik Jöst vertritt die DGSJ beim Austausch in Berlin

Die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend (DGSJ) war heute im Rahmen des Programms „Teilhabe und Vielfalt“ bei einem Austausch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in Berlin vertreten. Für die DGSJ nahm unser Jugendreferent Henrik Jöst an dem Termin teil und brachte die Perspektiven gehörloser Kinder und Jugendlicher in die Gespräche ein.

An dem Austausch nahmen neben der Deutschen Sportjugend (dsj) auch die Jugendorganisationen der deutschen Behindertensportverbände teil: die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ), die SOD-Jugend von Special Olympics Deutschland sowie die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend (DGSJ).

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorstellung eines gemeinsamen Positionspapiers, das im Rahmen des Programms „Teilhabe und Vielfalt“ über einen mehrmonatigen Beteiligungs- und Abstimmungsprozess erarbeitet wurde. Das Papier bündelt die Erfahrungen, Bedarfe und Forderungen der beteiligten Verbände und setzt sich für mehr Inklusion, Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Sport ein.

Für die DGSJ war es dabei besonders wichtig, auf die Bedeutung der kommunikativen Barrierefreiheit aufmerksam zu machen. Die Bereitstellung und Finanzierung von Gebärdensprachdolmetschung sowie der Zugang zu Informationen in Deutscher Gebärdensprache sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass gehörlose Kinder und Jugendliche gleichberechtigt am Sport und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Jürgen Dusel begrüßte die enge Zusammenarbeit der beteiligten Verbände ausdrücklich und würdigte das gemeinsame Engagement für die Interessen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Besonders positiv hob er hervor, dass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in einem gemeinsamen Prozess zusammengeführt wurden, um mit einer starken Stimme gegenüber Politik und Gesellschaft aufzutreten.

Dabei betonte er:

„Sie sind alle Verbände mit Einfluss, die das Thema gemeinsam sichtbar machen können.“

Für die DGSJ ist diese Rückmeldung ein wichtiges Signal. Die Herausforderungen der verschiedenen Behindertengruppen sind vielfältig, gleichzeitig verbinden sie zahlreiche gemeinsame Anliegen. Das gemeinsam entwickelte Positionspapier zeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit der Verbände ist und wie politische Forderungen durch gemeinsames Handeln mehr Sichtbarkeit und Wirkung entfalten können.

Der Termin in Berlin hat erneut verdeutlicht, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik, Sportverbänden und Selbstvertretungsorganisationen ist. Die DGSJ wird sich auch weiterhin aktiv dafür einsetzen, dass die Belange gehörloser Kinder und Jugendlicher berücksichtigt werden und kommunikative Barrierefreiheit im Sport selbstverständlich wird.

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