XXL-Sportcamp des DGSJ – Der zweite Tag

Ein Bericht von Johannes Weber

Nach dem erfolgreichen Auftakt am Freitag ging es dann heute endlich mit den Sportaktivitäten los. Die Kinder und Jugendlichen mussten früh aufstehen, denn sie hatten ja einiges vor. Zwei intensive Trainingseinheiten standen auf dem Programm. Alle waren pünktlich – und so konnte es gut gelaunt und voll motiviert in den Tag gehen.

Zum Basketball

Sie teilten sich eine Halle mit den Handballern. Das war kein Problem, denn es waren leider nur vier Sportler und Sportlerinnen dabei. Intensiv wurden Korbwürfe und das Dribbling dorthin geübt. Mit dabei war die Fachwartin für Basketball, Sonja Wucher. Sie war Nationalspielerin, ist als Schiedsrichterin im Einsatz und spielt selbst noch aktiv, konnte viel von ihrer Erfahrung - auch international - weitergeben. Sie möchte mit ihrem Einsatz den Nachwuchs fördern.

Zur Leichtathletik

Die langjährige Bundestrainerin Petra Klein hatte neun Kids am Start. Das Stadion war etwas ausgelagert aber auf dem neuesten Stand. Geübt wurden unter Anderem der Hochsprung, der Sprint, das Kugelstoßen und die Koordination im Allgemeinen. Die Bundestrainerin möchte mit ihrem Einsatz für Erfolgserlebnisse sorgen. Sie möchte mithelfen, dass auch die Gehörlosen in hörenden Vereinen mittendrin und nicht nur dabei sind.

Zum Tischtennis

Hier hatten sich sechs Sportler und Sportlerinnen angemeldet. An vier Tischtennisplatten konnten sie üben, üben, üben. Mit dabei war auch die 27-jährige Jugendwartin Sophia Reis, die sich mit viel Engagement und Einsatz an die Verbesserung der Spieler machte. Ihre Motivation besteht einfach darin, dass sie mithelfen möchte, den Tischtennissport noch mehr mit Leben zu füllen und vor allem auch in der Gewinnung von neuen Spielern. „Wir müssen attraktiv sein, gut spielen, damit auch neue kommen.“

Zum Badminton

Die sechs Spieler und Spielerinnen konnten auf zwei Feldern ihre Fähigkeiten verbessern. Unterstützt wurden sie unter anderem vom 57-jährigen Badmintontrainer Jens Bischoff. Der mit einer C-Lizenz ausgestattete Trainer war Nationalspieler und spielt seit 47 Jahren Badminton- seine große Leidenschaft. Trainiert wurde unter anderem die Koordination, die Aufschläge, die Beinarbeit. Für ihn hat sich das Camp gelohnt. „Ich habe hier zwei richtig gut talentierte Spieler gesehen, die ihren Weg machen werden. Alle waren gut drauf, unser Ziel wurde erreicht.“

Zum Handball

Beim Handball stand für die 7 Kinder ein abwechslungsreicher und sportlicher Tag auf dem Programm. In der ersten Einheit konnten sie sich beim Aufsetzerball austoben und ihr Können bei 7-Meter-Challenge unter Beweis stellen. In der zweiten Trainingseinheit lag der Fokus auf Koordination, bevor beim Königsball noch einmal Teamgeist und Reaktionsfähigkeit gefragt waren.

Ein besonderes Highlight bildete die abschließende Fragerunde mit Nationalspieler Florian Jesse, der seine Silbermedaille von den Deaflympics mitgebracht hatte und den Kindern spannende Einblicke in seine sportliche Laufbahn gab.

Auch die Bundestrainerin zog ein positives Fazit: „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude und Engagement die Kinder dabei sind. Solche Camps sind enorm wichtig für die sportliche und persönliche Entwicklung.“

Zum Schwimmen

Diese Sportlerinnen und Sportler stellten die größte Gruppe mit 19 Aktiven. Und am ersten Vormittag mussten Trockenübungen in einer Sporthalle herhalten, weil die Schwimmhalle nicht frei war. Das wurde aber gemeistert, gut überbrückt. Die Gruppe wurde nachmittags aufgeteilt in Anfänger und Fortgeschrittene, sodass ein zielführendes Training in der Schwimmhalle möglich war. Auf dem Programm stand unter anderem das Techniktraining. Gerda Reinhard dazu: „Die Kinder und Jugendlichen waren motiviert, hatten viel Freude und haben viel dazugelernt.“

Der Abend

Einfach nur herrlich: Alle Teilnehmer wurden auf die Bühne gebeten und bekamen eine Urkunde – und die bedeutete für viele schon sehr viel. Da kam so richtig Freude auf, nicht alle Augen blieben trocken. Das war der Lohn für den motivierten Einsatz und nebenbei bemerkt: Die Moderation von Henrik war hervorragend.

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